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08.06.2015
Der 33. Spieltag kompakt: Erndtebrück lässt die Korken knallen

Grenzenloser Jubel: Der TuS Erndtebrück steht als erster Aufsteiger in die Regionalliga fest. Der Schnorrenberg-Elf reichte ein Unentschieden im Gastspiel bei Westfalia Herne, um einen Spieltag vor Schluss mindestens den zweiten Tabellenplatz sicher zu haben. Auch die Meisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal ist den Wittgensteinern nur noch theoretisch zu nehmen. Im Abstiegskampf gibt es derweil noch keine Entscheidung: Das Fernduell um den Klassenerhalt zwischen Westfalia Herne und dem SV Zweckel bleibt weiter spannend.

Der TuS Erndtebrück konnte am vergangenen Sonntag den größten Erfolg der Vereinsgeschichte bejubeln: Durch ein 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen Westfalia Herne feierte die Mannschaft von Florian Schnorrenberg den Aufstieg in die Regionalliga. Allerdings sah es für den Tabellenführer lange nicht nach Partystimmung aus: Jean-Pierre Schilling brachte die Hausherren bereits in Spielminute drei in Führung. Daraufhin war der TuS zwar am Drücker, musste jedoch immer wieder bei den gefährlichen Kontern der Wortmann-Elf aufpassen. Ein umstrittener Elfmeterpfiff verhalf den Gästen dann noch vor der Pause zum Ausgleich: Der gefoulte Laurenz Wassinger verwandelte den Strafstoß im rechten unteren Eck zum 1:1 in der 35. Minute. Nach der Pause versuchten die Gastgeber dann wieder mehr, um sich den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern. Mit einem sehenswerten Freistoß brachte Fatlum Zaskoku die Westfalia dann an den Rand des Sensationserfolgs (58.). Doch es war wieder Laurenz Wassinger, der mit einem Volley den 2:2-Endstand herstellte und somit die Feierlichkeiten der Wittgensteiner eröffnete (67.). Den Aufstieg hat die Schnorrenberg-Elf einen Spieltag vor dem Ende der Saison bereits sicher. Mit drei Punkten und 18 Toren Vorsprung auf Rot Weiss Ahlen steht auch die Meisterschaft und die Qualifikation für den DFB-Pokal schon beinahe fest. Ein historischer Erfolg für den gesamten Verein. Für den Traditionsclub Westfalia Herne wird es weiterhin eng: Zwei Punkte trennen die Wortmann-Elf vom Schlusslicht SV Zweckel. Mit einem Erfolg gegen den ASC 09 Dortmund könnten die Herner den vor Monaten schon fast besiegelten Abstieg doch noch abwenden.

 

Die beste Ausgangsposition im Rennen um den zweiten Platz sicherte sich Rot Weiss Ahlen. Die Wersestädter konnten gegen den Tabellenletzten SV Zweckel einen knappen 1:0 (0:0)-Erfolg feiern und rückten wieder auf den zweiten Aufstiegsplatz vor. In der ersten Hälfte hätten die Hausherren schon in Führung gehen müssen. Damir Ivancicevic, Felix Backszat und Daniel Schaffer scheiterten jedoch es Öfteren am Schlussmann der Gäste oder verfehlten das Tor knapp. Die größte Chance hatte jedoch das Schlusslicht. Nach perfektem Zuspiel von Jan Trampe kam Marvin Höner frei vorm Ahlener Kasten zum Abschluss. Ihm fehlten allerdings die Nerven, um Arne Kampe, den Schlussmann der Gastgeber, zu überwinden. RWA musste gewinnen, um sich die Chance auf den Aufstieg in die Regionalliga zu wahren. Dafür warf Marko Antwerpen alles nach vorne. Da es bei den Offensivkräften haperte, musste Verteidiger Christopher Herrmann ran. Die Nummer fünf der Hausherren kam nach einem Gewühl im Strafraum der Gäste knapp 25 Meter vor dem Tor zum Abschluss und netzte unhaltbar ein (78.). Nach dem Abpfiff blieb der Jubel verhalten. Erst als das Ergebnis von Westfalia Rhynern im Wersestadion die Runde machte, kehrte Feierstimmung ein. Die tapfer kämpfenden Gäste konnten sich hingegen nicht belohnen und müssen am kommenden Wochenende gegen den SC Roland gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage von Konkurrent Westfalia Herne hoffen.

 

Westfalia Rhynern kassierte eine bittere 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen die Spvgg Erkenschwick. Die Elf von Trainer Björn Mehnert konnte ihren Aufstiegsplatz in der Partie gegen den neuen Tabellenfünften nicht verteidigen. Wieder einmal war Spvgg-Torjäger Stefan Oerterer der entscheidende Mann auf dem Platz. In Spielminute 28 brachte „Ö“ die Gäste mit 1:0 in Führung, ehe Thanh Tan Tran kurz darauf ausgleichen konnte (34.). Nach der Pause das gleiche Bild: Stefan Oerterer erzielte das 2:1 (1:1). Kurz zuvor kassierte der Rhyneraner Dustin Wurst die rote Karte (Nachtreten) – ein doppelter Nackenschlag für die Hausherren. Doch trotz Unterzahl und Rückstand rappelte sich der Aufstiegskandidat auf: Wieder war es Thanh Tan Tran, der die Hoffnung an den Papenloh zurückbrachte. Der quirlige Offensivakteur erzielte sein zweites Kopfballtor in der Partie (61.). Doch die Kräfte schwanden und eine Viertelstunde vor dem Ende war es Nils Eisen, der das Spiel für die „Schwicker“ entscheiden konnte. Durch die Niederlage liegt die Westfalia nun drei Zähler hinter Ahlen. Den Aufstieg haben die Hammer somit nicht mehr selber in der Hand. Lediglich ein Ausrutscher der Ahlener bei gleichzeitigem Sieg in Lippstadt würde der Mehnert-Elf helfen.

 

Für den SV Lippstadt ging es derweil nicht mehr um den direkten Wiederaufstieg. Allerdings konnte die Mannschaft von Daniel Farke sich mit einem 1:1 (0:1) beim TuS Ennepetal die „Rückrundenmeisterschaft“ sichern. Lange Zeit sah es jedoch nach der ersten Niederlage seit 18 Spielen aus. Charles Atsina brachte die Hausherren im Bremenstadion bereits in Minute sechs in Führung. Eine direkte Antwort der Lippstädter blieb aus. Die Gäste blieben auch in der zweiten Halbzeit vor dem Tor dem von TuS-Keeper Niklas Ester blass. Zum Schluss war es das Glück des Tüchtigen. Der SVL drehte in der letzten halben Stunde mächtig auf und letztendlich war es Sven Krause, der den 1:1-Ausgleichstreffer erzielte (84.).

 

Einen Platz hinter dem SVL hat sich der Aufsteiger SuS Stadtlohn festgebissen. Mit einem 1:1 (0:1) gegen den SuS Neuenkirchen bleib die Sekic-Elf auf dem siebten Platz in der Tabelle. Dabei mussten die Hausherren lange Zeit einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem Maik Osterhaus die Neuenkirchener in Führung bringen konnte (35.). Erst in der Schlussphase erzielte der Gastgeber den Ausgleichstreffer in Person von Lars Ivanusic (79.). Die Gäste konnten durch das Remis und den Ergebnissen der weiteren Teams im Tabellenkeller den Nicht-Abstieg besiegeln.

 

Auch die TSG Sprockhövel konnte mit einem Remis gegen den SC Roland den Klassenerhalt sichern. Das 2:2 (1:1) reichte der Wasilewski-Elf, um die kommende Spielzeit in der Oberliga zu spielen. Der kurz zuvor eingewechselte Burak Akyürek erzielte das 1:0 für die Gäste in der 28. Minute. Zehn Minuten später konnte Semih Daglar mit seinem 20. Saisontor ausgleichen. Nach dem Wechsel war es Trainersohn Adrian Wasilewski, der den Klassenerhalt bereits zum Greifen nahe brachte (67.) Doch Samet Davulcu machte die Partie mit seinem Treffer zum 2:2 noch einmal spannend (78.). Kurz vor dem Ende sah Torschütze Burak Akyürek noch die Ampelkarte. Die Überzahl verhalf den Hausherren allerdings nicht mehr zum Sieg.

 

Sicher abgestiegen ist hingegen der VfB Hüls, der nach seinem angekündigten Rückzug gegen Arminia Bielefeld II seine vorerst letzte Oberliga-Auswärtsfahrt machte. Auch diese endete nicht mit einem Erfolgserlebnis. Mit 1:2 (1:2) verloren die Gäste unter der Leitung von Markus Kaya. Bereits in den ersten 20 Minuten legten beide Teams in der Offensive stark los. Liridion Redjepi traf in der achten Minute zum 1:0 für die Arminia, ehe Pascal Kötzsch kurz darauf ausgleichen konnte (14.). Der Treffer von Almir Kasumovic in Spielminute 19 war dann auch schon der letzte der Partie. Danach kontrollierten die Hausherren das Geschehen und ließen nichts mehr anbrennen.

 

Der Aufsteiger ASC 09 Dortmund konnte in seinem letzten Auswärtsspiel der Saison noch einmal punkten. Mit einem 2:2 (1:1) gegen Eintracht Rheine sicherte sich der ASC den zwölften Tabellenplatz. Philipp Garmann brachte die Hausherren in der OBI-Arena bereits nach zwei Minuten in Führung. Kurz vor der Pause konnte Dino Dzaferoski den Ausgleich für den ASC 09 markieren (39.). Wiederum kurz nach der Pause legte Alihan Kurgan noch einen drauf und erhöhte auf 2:1 (49.). Die Führung hatte jedoch nicht lange Bestand. Timo Scherping stellte mit seinem Treffer den 2:2-Endstand her.

 

Auch der FC Gütersloh und die Hammer SpVg trennten sich remis. Mit einem 1:1 (1:0) endete das letzte FCG-Heimspiel der laufenden Saison. Den Anfang machte Simon Schubert für die Hausherren in Minute 22. Bis zur Pause konnten die Gäste aus Hamm den Ausgleich nicht erzwingen. Doch Jochen Höfler, der aktuelle Torjäger vom Dienst, drehte nach dem Seitenwechsel auf. Sein Strafstoß-Treffer zum 1:1 in der 56. Spielminute war gelichzeitig der Endstand der Partie zwischen dem 13. und dem neunten der Tabelle.

 

Mauritz Beule (www.oberliga-westfalen.de)


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