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15.06.2015
Der 34. Spieltag in der Übersicht: Jubel in Ahlen und Zweckel, Trauer in Herne

Trauer und Entsetzen bei Westfalia Herne: Der Traditionsclub muss nach der 2:4-Niederlage gegen den ASC 09 Dortmund den Weg in die Westfalenliga antreten. Ein Horrorszenario, das für den ehemaligen Erstligisten bisher unvorstellbar war. Partystimmung gab es hingegen beim großen Konkurrenten SV Zweckel, der mit einem 3:1 gegen den SC Roland trotz der schlechteren Ausgangsposition den fast für unmöglich gehaltenen Klassenerhalt geschafft hat. Auch Rot Weiss Ahlen feierte bis in die Morgenstunden. Dem ehemaligen Zweitligisten gelang der Aufstieg in die Regionalliga und damit auch ein kleiner Schritt zurück in alte Zeiten.

 

Westfalia Herne muss nach der 2:4 (0:1)-Auswärtsniederlage gegen den ASC 09 Dortmund den Gang in die Westfalenliga antreten. Die Elf von Holger Wortmann hatte vor dem letzten Spieltag die deutlich bessere Ausgangsposition gegenüber dem SV Zweckel. Diese konnte die Westfalia allerdings nicht ausnutzen. Spätestens als Sherif Krasniqi in der Nachspielzeit den 4:2-Endstand herstellte, waren sich alle Herner bewusst, welche Folgen dieser Treffer des ASC-Stürmers für den ehemaligen Erstligisten hatte. Auch Coach Holger Wortmann saß regungslos auf seiner Trainerbank. Schon zu Beginn der Begegnung fehlte der Westfalia das Glück: Nach einem langen Ball über die Herner Abwehr wollte Torwart Carpentier weit vor seinem Tor klären, doch ein Pressball mit Marcel Münzel flog direkt in den eigenen Kasten. Unbeeindruckt von dem Ergebnis versuchten die Gäste sich in der Offensive. Das Glück war an diesem Tag nicht auf Seiten des SCW. Ein Beispiel dafür: Kurz nach dem Rückstand nahm Jean-Pierre Schilling einen Klärungsversuch des ASC volley und traf nur die Latte. Direkt nach dem Seitenwechsel machte es Gumpert allerdings besser – nach einer Flanke von Sebastian Mützel schob der quirlige Stürmer zum 1:1 ein (46.). Auch weiterhin machten die Gäste Druck und hatten eigentlich schon die Führung erzielt, doch Kapitän Fatlum Zaskoku sprang der Ball drei Meter vor dem leeren Tor über den Fuß. Ein erster Entlastungsangriff der Hausherren schockte Holger Wortmann – ausgerechnet seinem verlängerten Arm Manuel Bölstler passierte ein Fehler im eigenen Sechzehner, den Alihan Kurgan eiskalt ausnutzte (55.). Eine Viertelstunde später zeigte Herne wiederum Moral und kam nach einer Ecke durch Semih Aktas zum 2:2 (70.). Es spielte nur noch das Wortmann-Team. In den letzten zehn Minuten warf der Traditionsclub alles nach vorne und kam fast im Minutentakt zu Chancen. Das Glück fehlte jedoch weiterhin. Verdutzt und verzweifelt schaute die Hintermannschaft der Gäste dann drein, als plötzlich Sherif Krasniqi aus dem Nichts das 3:2 für den ASC erzielte (83.). Holger Wortmann sackte auf der Bank in sich zusammen und zitterte die letzten Minuten mit seinem Team – allerdings vergebens. Als wieder Krasniqi in der Nachspielzeit den Deckel drauf machte, war der Abstieg besiegelt (90.+3). Für Wortmann ein Ereignis, das er kurz nach dem Abpfiff noch nicht einordnen konnte. Trotz allem betonte er den Stolz, den er für die Mannschaftsleistung der Rückrunde verspürt.

 

Die Dorstenerstraße steht Kopf: Der SV Zweckel konnte nach dem 3:1 (1:1) gegen den SC Roland den Klassenerhalt in der Oberliga Westfalen feiern. Kurz nach dem Schlusspfiff hieß es allerdings erst einmal zittern. Nach der Verkündung des Ergebnisses aus Aplerbeck brachen bei Spielern, Funktionären und Fans jedoch alle Dämme. Can Ucar ließ die Hoffnungen des SVZ schon früh in der Partie wachsen. Mit seinem Treffer zum 1:0 in der zwölften Spielminute sorgte er für den erhofften Traumstart. Kurz vor der Pause kassierten die Zweckler allerdings einen Rückschlag, Temel Hop netzte zum 1:1-Ausgleich für den SC ein (45.). Nach dem Pausentee drehte der Tabellenvierte auf, kam jedoch nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. Mit der Zeit stieg die Anspannung auf den Rängen und als Marcel Titz plötzlich frei vor dem Tor auftauchte, hielt es die wenigsten Fans auf ihren Plätzen. Der Flügelspieler erzielte den umjubelten 2:1-Führungstreffer (70.). Jan Trampe setze den 3:1-Schlusspunkt (80.) und sicherte damit seinem Team den Klassenerhalt in der Oberliga – zuvor lag der SV seit dem 22. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz.

 

Eine Party in noch größerem Ausmaß veranstaltete Rot Weiss Ahlen mit seiner Anhängerschaft beim SuS Neuenkirchen. Mit einem 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg sicherte sich die Antwerpen-Elf endgültig den Gang in die Viertklassigkeit. Lange Zeit mussten die Gäste allerdings zittern. Besonders als Westfalia Rhynern in Lippstadt mit 1:0 in Führung gehen konnte, waren die Mienen der mitgereisten Ahlener angespannt. Doch sie wussten, dass der Aufstieg mit einem Sieg gesichert wäre. So spielten die Gäste auch: Viel Geduld und eine geordnete Defensive zeichnete die Elf von der Werse aus. Die Belohnung ließ lange auf sich warten, doch Daniel Schaffer erlöste den Tabellenzweiten in der 72. Spielminute mit dem Führungstreffer. Als SuS-Kapitän Emanuel Beckmann-Smith kurz darauf ins eigene Tor traf, waren sich auf Seiten der Gastmannschaft alle sicher. Das ließ sich die souveräne Antwerpen-Elf nicht mehr nehmen. Damit zieht Rot Weiss Ahlen als zweiter Aufsteiger hinter dem TuS Erndtebrück in die Regionalliga ein.

 

Der TuS Erndtebrück musste am letzten Spieltag nur noch die schon fast sichere Meisterschaft klar machen. Mit einem 1:0 (0:0) gegen den FC Gütersloh sicherten sich die Wittgensteiner endgültig den Meistertitel und damit den Einzug in den DFB-Pokal gegen den SV Darmstadt 98. Das Tor des Tages erzielte Philipp Böhmer per Elfmeter (56.). Der Rest war für die Mannschaft von Florian Schnorrenberg nur noch Formsache. Das 1:0 brachte der TuS über die Zeit und feierte nach Abpfiff mit den Fans den 22. Sieg der Saison und den verdienten Meistertitel in der Oberliga Westfalen. Im kommenden Jahr wird im Wittgensteiner Land dann Regionalliga-Fußball gespielt.

 

Für Westfalia Rhynern ist der Traum vom Aufstieg hingegen geplatzt. Die Mehnert-Elf unterlag dem SV Lippstadt 08 am Bruchbaum mit 1:3 (1:1). Damit landete die Westfalia in der Abschlusstabelle auf dem dritten Rang – mit sechs Zählern hinter Rot Weiss Ahlen. Zu Beginn der Partie keimte noch einmal Hoffnung auf. Mathieu Bengsch brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (23.). Allerding wollte sich der SV 08 im Abschiedsspiel von Trainer Daniel Farke noch einmal von seiner besten Seite zeigen und glich nur zwei Minuten später durch Fabian Lübbers aus. In Halbzeit zwei erhöhten Stefan Parensen (61./FE) und der kurz zuvor eingewechselte Edmund Riemer (82.) noch auf 3:1 für die Hausherren und bewiesen, dass der SV zu Recht die beste Rückrundenmannschaft ist. Zudem rundete Daniel Farke seine Saison noch mit dem 20. Spiel ohne Niederlage ab.

 

Für den Traditionsverein VfB Hüls war die Partie gegen Eintracht Rheine die vorerst letzte in der Oberliga Westfalen. Bei der 3:6 (2:3)-Heimniederlage genossen Spieler, Trainer und Fans noch einmal die Oberliga-Luft. Eine echte Chance hatten die Hausherren in der Partie jedoch nicht. Besonders im Mittelpunkt stand der Gästestürmer Timo Scherping, der das Spiel mit seinen vier Treffern (25./29./49./59.) im Alleingang endschied. Zudem trafen Julius Hölscher (3.) und Phillip Fontein (80.) auf Seiten der Eintracht. Für den VfB waren Leroy Stemmer (8.), Serdar Yigit (35.) und Serhat Can (65.) erfolgreich.

 

Auch bei der TSG Sprockhövel kam es nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld II zu einer Verabschiedung. Robert Wasilewski wird in der kommenden Saison nicht mehr auf der Trainerbank der TSG sitzen, bekam allerdings ein perfektes Abschiedsgeschenk seines Teams. Der 3:0 (1:0)-Erfolg krönte das letzte Spiel von Wasilewski am Baumhof. Hasan Ülker, Philiipp Schulz und Maximilian Claus schossen den Tabellen-14. zum verdienten 3:0-Erfolg gegen die Ostwestfalen.

 

Die Hammer SpVg hatte sich den letzten Heimspieltag ihrerseits anders vorgestellt. Gegen den TuS Ennepetal kassierte die Gottwald-Elf eine 1:5 (1:2)-Klatsche. In Halbzeit eins gestalteten beide Teams die Partie noch ausgeglichen. Charles Atsina brachte den TuS in Führung (12.). Danny Radke konnte in Minute 26 ausgleichen, ehe Luciano Saballek nur zwei Minuten später wieder den alten Vorsprung herstellte. Nach der Pause ließen die Gäste den Hammern keine Chance. Leon Enzmann (49.), wiederum Charles Atsina (60.) und Mike Hibbeln (83.) schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Damit verbesserte sich die Renji-Elf zum Abschluss nochmal auf Position neun in der Tabelle.

 

Bereits vor zwei Wochen trennten sich die Spvgg Erkenschwick und der SuS Stadtlohn mit 1:1.

 

Mauritz Beule (www.oberliga-westfalen.de)


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